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Acacia - Akazien
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10-27-2009, 02:07 PM
Beitrag: #1
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Acacia - Akazien
Acacia - Akazien
Acacia angustifolia - Pulquebaum, Timbre Die Wurzel des mexikanischen Pulquebaums liefert einen eventuell psychoaktiv wirkenden Zusatz zu Pulque, dem aus Agave gewonnenen, fermentierten Getränk. Die Azteken nannten den kleinen Baum ocpatl, "Pulquedroge". Heute wird er im spanischen noch als palo de pulque, "Baum der Pulque" bezeichnet. Acacia baileyana - Australische Akazie Die australische Akazie kommt in Neusüdwales vor. Die australische Akazie enthält psychoaktive ß-Phenethylamine, darunter das Tetrahydroharman, und ist möglicherweise als MAO-hemmender Zusatz für die Bereitung von Ayahuasca analogen geeignet. Acacia campylacantha Die Blätter dieser altweltlichen Art enthalten N,N-DMT und andere Tryptamine. Die Rinde wird in Westafrika traditionell als psychoaktiver Zusatz zum dolo genannten Bier genutzt. Acacia catechu - Katechubaum Diese aus Indien, Indonesien und Malaysia stammende, bis zu 20 Meter hoch wachsende Akazienart ist auch unter den Namen Cutch tree, Khair, Kath, Katha, Khadira und Ercha bekannt. Aus dem Kernholz wird durch zwölfstündiges Kochen mit Wasser und Eindicken ein Extrakt gewonnen, der unter den Namen Catechii, Katechu, Catechu nigruni, Extractlim catechtt, Succus catechis, Terra catechii, Terra japonica, Pegit, Black catechu, Cutch, Cachoii, Katha, Khair, Terra giapponica, Khadira oder Cato de pegii bekannt ist. Es sind im wesentlichen vier Handelssorten üblich: Pegu Catechu (= Bombay Catechu), die gebräuchlichste Sorte, Bengalisches Catechu, Malakka Catechu und Camou Catechu. Catechu ist eine altindische Droge und auch bei uns noch offizinell. In vedischer Zeit wurde die Rinde von Acacia catechii als sotttcitvak bezeichnet und mit Soma assoziiert. Catechu ist an sich geruchlos, hat einen zusammenziehend bitteren Geschmack, der langsam ins Süßliche übergeht. Catechu ist weitgehend wasserlöslich und läßt sich wieder auskristallisieren. Es besteht aus Flavonolen bzw. Glykosiden (Fisetin; Quercetin, Quercitrin) und Flavanoiden (Catechine, Catechingerbstoffe) sowie roten Pigmenten. Catechu ist daher für die Rotfärbung des Speichels beim Kauen des Betelbissens verantwortlich. In Indien und Nepal wird Catechu zum Färben und Gerben benutzt und in der Ethnomedizin für Tonika, bei Verdauungsstörungen und Hautkrankheiten. Die größte ökonomische Bedeutung hat Catechu allerdings als färbender Zusatz zum Betelbissen. In der indischen Medizin ist Catechu ein Bestandteil von Rezepturen zur Behandlung von Geschwüren auf der Mundschleimhaut, Halsentzündungen und Zahnschmerzen. Catechu ist eine ausgesprochene Gerbstoffdroge, die sich zur Behandlung von Entzündungen auf den Schleimhäuten und Durchfällen eignet. Catechu hat keine eigene psychoaktive Wirkung, es ist lediglich ein wichtiger Zusatz zu einem psychoaktiven Produkt, darin könnte es allerdings synergistische Effekte haben. Acacia confusa Acacia confusa enthält NN-DMT und ist als Zusatz für Ayahuascaanaloge brauchbar. Acacia cornigera Acacia cornigera ist eine auffällige Akazie mit kräftigen, gepaarten Stacheln, die hohl sind und von Ameisen bewohnt werden. Der kleine Baum heißt auf Maya subin, "Drache". Er spielt in der magischen Zubereitung des Ritualtrunkes Balche' eine wichtige Rolle. Möglicherweise wurden Teile des Baumes früher dem Getränk zugesetzt. Eventuell enthält die Rinde NN-DMT. Die Maya von San Antonio - Belize benutzen Wurzel und Rinde gegen Schlangenbisse. Die Wurzel wird als Tee auch als Aphrodisiakum und Heilmittel bei Impotenz getrunken. Weitere Zubereitungen werden zur Behandlung von Asthma und Kopfschmerzen gebraucht. Acacia maidenii - Maiden's wattle Acacia maidenii ist ein schöner, aufrechter Baum mit silbrigem Glanz. Er enthält Tryptamine. Die Rinde enthält 0,36% NN-DMT. Die Blätter sind als DMT-liefernder Bestandteil von Ayahuascaanalogen brauchbar. Acacia nubica - Nubische Akazie Die Blätter der Nubischen Akazie enthalten NN-DMT, allerdings nur in geringen Mengen. Acacia phlebophylla - Buffalo sallow wattle Die australische Art Acacia phlebophylla ist reich an NN-DMT. Die Blätter enthalten 0,3% NN-DMT. Sie sind als DMT-liefernder Bestandteil von Ayahuascaanalogen brauchbar. Diese Akazie ist die seltenste Art ihrer Gattung. Sie kommt nur auf dem Mount Buffalo vor. Acacia polyantha - Weißer Katechubaum Das Harz dieser indischen Akazie wird manchmal als Catechu bzw. Catechuersatz für Betelbissen verwendet. Die Blätter enthalten anscheinend NN-DMT. Interessanterweise lautet ihr Sanskritname somavalkah und bringt diese Pflanze mit dem Göttertrank Soma in Verbindung. Auch der Malayam-Name somarayattoli deutet darauf hin. Acacia senegal - Gummiarabikumbaum Diese afrikanische Akazie ist vor allem als Lieferant des Arabischen Gummis oder Gummi Arabicum bedeutsam, das u.a. als Bindemittel für Räucherwerk dient. Die Blätter enthalten NN-DMT, allerdings in nur sehr geringer Konzentration. Acacia simplicifolia In der Stammrinde dieser in Australien und Neukaledonien verbreiteten Akazie sind angeblich bis zu 3,6% Alkaloide enthalten, davon sind 40% MMT, 22,5% NN-DMT (= 0,81 % DMT-Gesamtkonzentration) und 12,7% 2-Methyl-1,2,3,4tetrahydro-ß- carbolin. Die Blätter enthalten bis zu 1 % NN-DMT, daneben MMT, N-Formyl-MMT und 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-ß-carbolin. Rinde und Blätter eignen sich zur Herstellung von Ayahuascaanalogen. Acacia - Wattle Mehrere in Australien wattle genannte Akazien enthalten nach den Berichten von "Kellerschamanen" auf jeden Fall NN-DMT in Rinde und Blättern. Es sollen sich daraus rauchbare Extrakte bereiten lassen, die eindeutige Tryptaminhalluzinationen erzeugen. Die Aborigines haben einige Acacia-Arten zu Asche verkohlt und dem Pituri zugesetzt. Quelle: Rätsch |
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