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Baumspinat - Fagopyrum cymosum
06-03-2009, 11:45 PM
Beitrag: #16
Re: Baumspinat - Fagopyrum cymosum
Ich freue mich, dass Du eine Pflanze bekommen hast. Woher hast Du sie bezogen?

Ernten kannst Du, je nach Größe der Pflanzen, von Mai bis Oktober. Die Blätter schmecken sogar ungekocht ganz gut, leicht nussig. Um die Samen brauchst Du Dich nicht zu kümmern. Baumspinat sät sich selbst aus. Zusätzlich wirst Du bald feststellen, dass überall neue Ableger aus der Erde sprießen. Für eine Vermehrung musst Du Dich also nicht sonderlich bemühen, sondern kannst der Natur freien Lauf lassen.

Genau aus diesem Grund habe ich nie versucht, einen Zweig zu bewurzeln. Theoretisch sollte das aber ganz gut gehen. Stell ihn in ein dunkles Glas an einen hellen Ort und befreie ihn von den unteren Blättern. Ich würde mich freuen, wenn Du mir über den Erfolg oder Misserfolg berichtest.
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06-04-2009, 10:00 AM
Beitrag: #17
Re: Baumspinat - Fagopyrum cymosum
Ich hab den Baumspinat von http://www.himmelreichkraeuter.at/index.php bekommen.
Das ist eine Gärtnerei außerhalb meiner Stadt iyllisch umgeben von Wald.
Ich bin dem Betreiber auf einem Raritätenmarkt vor zwei Jahren begegnet und habe das Prospekt zufällig wieder gefunden. :HM
------------
Mein Problem mit der Selbstvermehrung ist Folgendes:
Ich habe ein Stück Acker gepachtet von Mai bis Ende Oktober.
Dann muss ich es wieder an die Landwirtschaftsschule (Bio-Garten-Projekt) übergeben.
Daher kann ich von der Selbstaussaat nicht profitieren, es sei denn, sie erfolgt noch vor November???
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Jedenfalls habe ich die Blüten jetzt abgeschnitten, damit die Pflanze wieder ins Kraut geht. Ich hoffe, das war richtig.

lg
vegana
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06-04-2009, 12:19 PM
Beitrag: #18
Re: Baumspinat - Fagopyrum cymosum
vegana schrieb:Mein Problem mit der Selbstvermehrung ist Folgendes:
Ich habe ein Stück Acker gepachtet von Mai bis Ende Oktober.
Dann muss ich es wieder an die Landwirtschaftsschule (Bio-Garten-Projekt) übergeben.
Daher kann ich von der Selbstaussaat nicht profitieren, es sei denn, sie erfolgt noch vor November???

Mit Samen kannst Du im Spätsommer/Herbst rechnen. Baumspinat ist aber eine mehrjährige Staude. Da macht ein Stück Land, das Du nur bis Ende Oktober nutzen kannst wenig Sinn. Was wird danach aus den Pflanzen? Auf solch einem Stück Land würde ich einjährige Pflanzen ausbringen, die ich anschließend verarbeite. Ein Beispiel ist Kalmegh. Wobei es damit dieses Jahr recht schwierig ist. Die Temperaturen sind einfach zu kühl. 6 bis 14 Grad am Tag erinnern an Herbst und nicht an Sommer Sad .
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06-05-2009, 11:01 AM
Beitrag: #19
Re: Baumspinat - Fagopyrum cymosum
Ich habe zwar keine Ahnung von Baumspinat, wollte aber grundsätzlich mal meinen Senf zur Vermehrung über Stecklinge bei Stauden los werden.
Die meisten Stauden lassen sich gut durch Sprossstecklinge vermehren. Verwendet werden Sprossstecklinge, wenn sie ca. eine handbreit ausgetrieben sind. Das ist insbesondere sinnvoll bei Stauden, die später hohle Stängel bilden. Nun weiss ich nicht, ob Baumspinat hohle Stengel bildet. In diesem Fall dürfte die Vermehrung nicht klappen. Wie sieht denn der Trieb aus, den Du bewurzeln willst?
Falls Dein Steckling geeignet ist, solltest Du ihn in ein Torf-Sandgemisch stecken. Achte darauf, dass Du ihn nicht zu tief steckst. Es sollte Sauerstoff an die Schnittstelle gelangen können. Dabei muss der Steckling trotzdem standfest in Substrat sitzen und sich nicht einfach herausziehen lassen. Für beste Erfolge kannst Du die Schnittstelle vor dem Stecken mit Bewurzelungshormonen bestreichen. Zum Schluss vorsichtig giessen, damit sich das Substrat mit Erde vollsaugt.
Der Steckling muss mit einem Glas überstülpt werden (möglichst dicht). Ansonsten verliert er zuviel Wasser über die Blätter. Über die Schnittstelle kann er nur minimal Wasser aufnehmen. Er deckt seinen Bedarf über die Umgebungsluft. Mit dem Glas sorgt man für einen möglichst hohe Luftfeuchtigkeit. Ohne Glas und genügender Luftfeuchtigkeit wird der Steckling welken.
Stell den Steckling an einen hellen Ort, aber nicht in die pralle Sonne. Die optimale Bodentemperatur zur Wurzelbildung liegt bei 20 bis 25 Grad.
Kontrolliere den Steckling in regelmäßigen Abständen. In der Regel muss, durch das Glas, nach der ersten Wässerung kaum gegossen werden. Optimale Bedingungen für die Bewurzelung erkennst Du daran, dass die Blätter mit einem Feuchtigkeitsfilm überzogen sind und nicht welken. Sind diese Bedingungen erfüllt, solltest Du auf keinen Fall gießen, denn eine zu hohe Wassermenge führt zu einer Reduzierung des Sauerstoffs und endet darin, dass der Steckling fault und abstirbt.
Sobald der Steckling zu wachsen beginnt, setzt die Wurzelbildung ein. Jetzt kann man stückweise anfangen zu lüften. Dabei steigt natürlich der Wasserbedarf.
Ich drücke Dir die Daumen mit Deinem Baumspinat.
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10-25-2009, 10:27 AM
Beitrag: #20
Re: Baumspinat - Fagopyrum cymosum
anonym schrieb:Genau aus diesem Grund habe ich nie versucht, einen Zweig zu bewurzeln. Theoretisch sollte das aber ganz gut gehen. Stell ihn in ein dunkles Glas an einen hellen Ort und befreie ihn von den unteren Blättern. Ich würde mich freuen, wenn Du mir über den Erfolg oder Misserfolg berichtest.

Also das mit dem Bewurzeln hat gut geklappt. Einen Zweig in Wasser stellen und schon gehts los.
Nur leider habe ich ihn später nie weiter gebracht, da die Pflanzen in der Erde dann auch nach Wochen immer noch sehr empfindlich sind.

Im Garten ist der Baumspinat vorige Woche komplett abgefroren!!!!!!!!!! ????????????
Wie ist das möglich?
Ich wollte ihn nämlich noch ausgraben und auf dem Balkon überwintern.
Samengewinnung habe ich auch verschlafen.
Gibts da noch ein Möglichkeit, wenn er schon abgefroren ist? Es ist alles komplett braun, wie abgefrorenes Basilkum.

Danke im Voraus
vegana
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10-25-2009, 08:52 PM
Beitrag: #21
Re: Baumspinat - Fagopyrum cymosum
vegana schrieb:
anonym schrieb:Genau aus diesem Grund habe ich nie versucht, einen Zweig zu bewurzeln. Theoretisch sollte das aber ganz gut gehen. Stell ihn in ein dunkles Glas an einen hellen Ort und befreie ihn von den unteren Blättern. Ich würde mich freuen, wenn Du mir über den Erfolg oder Misserfolg berichtest.

Also das mit dem Bewurzeln hat gut geklappt. Einen Zweig in Wasser stellen und schon gehts los.
Nur leider habe ich ihn später nie weiter gebracht, da die Pflanzen in der Erde dann auch nach Wochen immer noch sehr empfindlich sind.

Im Garten ist der Baumspinat vorige Woche komplett abgefroren!!!!!!!!!! ????????????
Wie ist das möglich?
Ich wollte ihn nämlich noch ausgraben und auf dem Balkon überwintern.
Samengewinnung habe ich auch verschlafen.
Gibts da noch ein Möglichkeit, wenn er schon abgefroren ist? Es ist alles komplett braun, wie abgefrorenes Basilkum.

Soweit ich weiß, ist das vollkommen normal. Nächstes Jahr im Frühjahr treibt er wieder neu aus. Ein bissl Winterschutz in Form von Mulch ist vielleicht noch ganz hilfreich, wenn der Winter zu arg wird. Baumspinat ist winterhart.
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