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Blauer Eisenhut - Aconitum ferox
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10-27-2009, 02:10 PM
Beitrag: #1
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Blauer Eisenhut - Aconitum ferox
Blauer Eisenhut - Aconitum ferox
Familie: Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse) Aussehen Das mehrjährige Kraut mit knolligen Wurzeln wird bis zu einem Meter hoch. Die unteren, langgestielten Blätter sind mehrfach tief eingebuchtet und gefiedert. Die Blätter werden nach oben hin kleiner und ihre Stiele immer kürzer. Am Ende des aufrechten, glatten Stengels stehen traubenartig die helmförmigen, blau-violetten Blüten. Die Frucht ist eine fünfzipfelige, trichterförmig nach oben geöffnete Kapsel. Aconitum ferox sieht dem Aconitum napellus sehr ähnlich. Er ist allerdings etwas kleiner und gedrungener und hat weniger Blüten, die in größerem Abstand zueinander stehen. Droge Wurzelknolle und Kraut Zubereitung und Dosierung Für die Verwendung in der ayurvedischen Medizin werden die Knollen nach der Ernte zur "Reinigung" in Milch oder Urin von heiligen Kühen eingelegt. Dadurch wird der Wurzel ihr heftiges Gift genommen. Milch soll besser entgiften. Für die äußerliche Verwendung bei Neuralgien wird die Wurzelknolle zu einer Paste zerstampft. Für tantrische und psychoaktive Zwecke wird die Wurzel natürlich nicht entgiftet. Sie wird einfach getrocknet und zerkleinert und in Rauchmischungen, normalerweise mit Cannabis indica vermischt, geraucht. Die Blätter werden getrocknet und geraucht. Aconitum ferox ist die stärkste Giftpflanze des Himalaya. Sie kann sehr leicht zu tödlichen Vergiftungen führen! Bereits 3 bis 6 mg Aconitin, dem entsprechen nur wenige Gramm des getrockneten oder sogar frischen Pflanzenmaterials, können einen Erwachsenen töten. Rituelle Verwendung Unter den indischen Tantrikern gibt es eine extreme Sekte, die sogenannten Aghoris. Sie wandeln auf dem Linken Pfad, der Sexualität und Drogen als wichtige Methoden der Bewußtseinserweiterung betrachtet. Die Aghoris nehmen die mit Shiva assoziierten Pflanzen (Hanf, Datura metel, Opium aus Papaver somniferum) und Gifte (Kobragift, Quecksilber, Arsenik) ein, um das göttliche Bewußtsein ihres Meisters zu erleben. Aghoris stellen für ihre großen Rauchrohre Mischungen aus verschiedenen Pflanzen her. Eine Mischung für "Fortgeschrittene" besteht aus den Blüten von Cannabis indica und Aconitum ferox-Wurzeln. Shiva ist der hinduistische Gott der Rauschmittel und der Gifte. Er hat der Mythologie zufolge am Anfang der Welt alle Gifte an sich ausprobiert. Davon wurde er blau, so blau wie die Blüten des Blauen Eisenhuts. Der Tantriker gleicht sich dem Gott dadurch an, daß auch er alle Gifte einnimmt und erfolgreich überlebt. In einer anderen Version dieser Geschichte kam beim Quirlen des Urozeans bzw. beim Buttern des Milchmeeres nicht nur die heilige Kuh zum Vorschein, sondern brodelte auch die Essenz aller Gifte hoch. Die vor Furcht erstarrten Götter eilten zum Kailash, wo der meditierende Shiva saß. Sie baten ihn um Hilfe. Shiva nahm das Gift in die Hand und trank es. Seine Frau Parvati bekam Angst um ihn und drückte den Hals ihres Gemahls zu. Dadurch blieb das Gift im Halse stecken und färbte ihn ganz blau. Daher heißt Shiva auch Nilakanta, "Blauhals". Durch diese Tat rettete Shiva alle Geschöpfe vor dem Gifttod. Nur etwas von dem Gift ist ihm über dem Himalaya von der Hand getropft. Es fließt bis heute in den Adern des Blauen Eisenhutes und anderer Giftpflanzen. Medizinische Anwendung In der ayurvedischen Medizin werden die in Milch eingelegte, gereinigte Knolle bei Neuralgien, schmerzhaften Entzündungen, Husten, Asthma, Bronchitis, Verdauungsschwäche, Koliken, Herzschwäche, Lepra, Hautkrankheiten, Lähmungen, Gicht, Diabetes, Fieber und Erschöpfung verwendet. Inhaltsstoffe Diterpenoid-Alkaloide, Aconitin und Pseudoaconitin. Wirkung In der ayurvedischen Medizin werden der Knolle süße, narkotische, betäubende, entzündungswidrige, harntreibende, nervenstärkende, appetitanregende, verdauungsfördernde, stimulierende, anaphrodisierende, beruhigende und fiebersenkende Wirkungen zugeschrieben. Die Wirkung einer tantrischen Rauchmischung mit Eisenhut soll extrem sein. Selbst erfahrene Tantriker warnen eindringlich vor dem Gebrauch. Quelle: Rätsch |
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11-30-2010, 02:45 AM
Beitrag: #2
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Re: Blauer Eisenhut - Aconitum ferox
Mit blauem Eisenhut verbinde ich eher den Aconitum Napellus,
diesen Aconitum Ferox hier würde ich lieber als Himalaya-Eisenhut bezeichnen. |
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