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Blauer Eisenhut, Echter Sturmhut
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09-21-2009, 08:50 AM
Beitrag: #1
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Blauer Eisenhut, Echter Sturmhut
Blauer Eisenhut, Echter Sturmhut - Aconitum Napellus
Familie: Ranunculaceae Vorkommen Asien, Nordamerika, Europa, im Norden bis nach Schweden. In Gebirgen bis 3000 m Höhe. Verstreut , häufig. An schattigen, feuchten Orten, auf feuchten Böden, in der Nähe von Bächen, bevorzugt die Umgebung von Ställen und Schäfereien, auf gedüngten Weiden. Beschreibung Ausdauernde, krautartige Pflanze, 50 cm - 150 cm hoch, karottenförmige Pfahlwurzel. Aufrechter, wenig verzweigter Stengel. Gefingerte, dunkelgrüne, fünf- bis siebenfach eingeschnittene Blätter. Sehr schöne helmförmige, blauviolette Blüten von Juni bis September. Inhaltsstoffe Alkaloide der Aconitin-Gruppe und Flavonglucoside. Anwendung Stark wirkendes anästhesierendes Mittel gegen bestimmte Nervenschmerzen und Fiebermittel bei Erkältungskrankheiten. Darüber hinaus wirksam bei Rheumatismus, Herzbeutelentzündung, Parametritiden, Menstruationsbeschwerden und chronischen Hautkrankheiten. Aufgrund seiner extremen Giftigkeit, der Eisenhut gilt als die giftigste Pflanze Europas, darf er ausschließlich im ärztlichen Bereich eingesetzt werden. Das im Eisenhut enthaltene Aconitin steht in der Giftigkeit der Substanzen an zweiter Stelle, gleich nach Nepalin. Einem aus Aconitum ferox extrahierten Alkaloid. Aconitum ferox ist in Nepal heimisch. Bereits 2 bis 4 g der frischen Knolle des Eisenhuts stellen eine tödliche Dosis für den Menschen dar. Bereits die Berührung des Eisenhuts führt zu schwerer Vergiftung und Hautentzündung. Erste Vergiftungssymtome erscheinen nach wenigen Minuten. Der Tod tritt nach 30 bis 45 Minuten ein. In der Geschichte wurde der Eisenhut als Pfeil- oder Speerspitzengift benutzt. Besonders schwere Verbrechen wurden mit ihm gesühnt. Als Todesstrafe wurde er nur in solchen Fällen verwendet, weil der Tod durch Eisenhut recht grausam ist. |
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