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Ditabaum - Alstonia scholaris
10-27-2009, 02:15 PM
Beitrag: #1

Ditabaum - Alstonia scholaris

Ditabaum - Alstonia scholaris

Familie: Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)

Verbreitung

Indien und Südostasien.

Aussehen

Der Ditabaum ist ein bis zu 30 m hoher immergrüner Baum mit rauher, grauer Rinde. Die Äste sind rund um den Stamm herum angeordnet, so daß die Krone wie ein Schirm aussieht. Die großen, lanzettförmigen Blätter stehen in Büscheln zu sieben und werden bis zu 25 cm lang. Die grünlich-gelben Blüten sind unscheinbar und klein; die Früchte hängen in Paaren und bilden leicht gewellte oder gebogene, dünne Schoten, die 20 bis 45 cm lang werden. In der Rinde fließt ein klebriger, bitterer Milchsaft.

Droge

Rinde, Wurzelrinde, Blätter und Latex (Milchsaft) des Ditabaums.

Zubereitung und Dosierung

Für medizinische Zwecke wird in Indien die Rinde, die keine aphrodisischen Eigenschaften besitzt, zusammen mit Reis gekocht. Für aphrodisische oder psychoaktive Zwecke werden die Samen bevorzugt. Ein paar Gramm (2 g) der Samen werden zerstoßen und in etwas Wasser über Nacht ausgezogen. Am nächsten Tag wird die Flüssigkeit abfiltriert und getrunken. Die Dosierung für aphrodisische Zwecke ist individuell recht unterschiedlich. Man sollte mit 3 g pro Person beginnen, und die Dosis langsam steigern. Die Blätter der verwandten Art Alstonia theaeforlllis (Bogotatee) werden wegen der stimulierenden Eigenschaften als Tee aufgebrüht.

Medizinische Anwendung

Die Rinde gilt allgemein als Tonikum und wird in der ayurvedischen Medizin aber auch bei Fieber, Malaria, Unterleibsbeschwerden, Durchfall, Dysenterie (Ruhr), Verdauungsschwäche, Lepra, Hautkrankheiten, Pruritus, Tumoren, chronischen Geschwüren, Asthma, Bronchitis und Gebrechlichkeit verwendet.

Ausführliche Beschreibung unter: http://www.pflanzenguru.com/pflanzen-der...laris.html

Die zarten Blätter wie auch der Latex werden äußerlich bei Tumoren aufgetragen. In Indien wird die Rinde und Wurzelrinde zusammen mit Reis gekocht und von Mädchen bei Weißfluss (Leukorrhöe) während ein bis zwei Wochen täglich eingenommen.

Inhaltsstoffe

Die Samen enthalten halluzinogene Indolalkaloide (Alstovenin, Venenatin, Chlorogenin, Reserpin) sowie Chlorogensäure. Die latexführende Rinde enthält die Alkaloide Ditalnin, Echitamin (= Ditain) und Echitenin. Ditamin, Echitamin, Alstovenin und Venenatin kommen in allen Pflanzenteilen vor. Die malayische Art Alstotlia atIgllstifolia WALL. enthält 31 Alkaloide, wovon Yohimbin das Hauptalkaloid darstellt.

Wirkung

Die Rinde soll aphrodisisch und durch MAO-Hemmung psychoaktiv wirken. Der Hauptwirkstoff Alstovenin zeigt in geringen Dosen MAO-Hemmung und in höheren Dosen ZNS-stimullierende Wirkung, Stereotypie und Krämpfe. Der Effekt von Venenatin ist dazu im Gegensatz reserpinähnlich. Alstonia unterstützt die Erektion beim Geschlechtsverkehr und verzögert den Orgasmus. Das Alkaloid Echitamin soll den Malariaerreger töten, es ist allerdings etwa zehnmal weniger wirksam als Chinin.

Quelle: Rätsch
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